Spielbericht vom 07.01.2012

Naunhof gewinnt Partheduell
BSC VICTORIA Naunhof – TSG 1861 Taucha 22:21 (10:12)
Naunhof (sbf). In der Sachsenliga gibt es zwei Mannschaften, die entlang der Parthe beheimatet sind und zudem noch vom Abstiegsgespenst überflogen werden. Es ging um wichtige Punkte im Überlebenskampf, die sich mit dem knappen 22:21-Sieg die Handballdamen des BSC Victoria Naunhof aufgrund einer hervorragenden Torhüterleistung im Spiel gegen die TSG 1861 Taucha sicherten. Beide Partheteams sind laut Tabellesituation nicht zu beneiden, hatten sich die Verantwortlichen beider Mannschaften den Saisonverlauf anders vorgestellt. Zwar konnte im ersten Saisonspiel Taucha die Naunhoferinnen besiegen, doch den Rand-Leipzigerinnen gelang fortan nichts Zählbares mehr. Naunhof dagegen konnte mit zwei Siegen in den letzten Spielen des alten Jahres den letzten Tabellenplatz verlassen. Taucha meldete mit den Verpflichtungen von Elisabeth Wolfram, Mady Wurzer und Deborah Gärtner Verstärkungen in der Mannschaft. "Zusammen mit den anderen Spielerinnen haben wir nun ein konkurrenzfähiges Team, dass den Klassenerhalt in der Rückrunde auf jeden Fall sicher kann", lautete die Kampfansage des Tauchaer Trainers Beier vorm Spiel. Naunhof war in den ersten Spielminuten die Nervosität anzumerken, das Team ist aber gewachsen, leistet sich kaum noch Unkonzentriertheiten. Doch in ersten drei Minuten schien Victoria in die Steinzeit versetzt zu sein, denn Taucha führte 3:0 durch schnell vorgetragene Konter. Nancy Frankes Anschlusstor zum 1:3 kam in dieser Phase des Spiels gerade recht. Wenig später gelang dem BSC der Ausgleich zum 4:4, Franke schloss anschließend einen Konter zur 5:4-Führung ab, Anne Feige erhöhte auf 6:4. Fortan verpasste es das Heimteam, sich etwas Luft zu verschaffen, musste sogar den 6:6-Ausgleich (10.) hinnehmen. Über 7:6, 7:8 ging es weiter, ein sehenswerter Treffer von Katrin Schneider von der Linksaußenposition brachte den 8:8-Ausgleich. Für schwache Nerven war das Spiel nicht geschaffen, denn Taucha führte nach Überzahlspiel plötzlich mit 10:8. Feige verkürzte auf 9:10. Tauchas Hüterin entschärfte einen Siebenmeter. Im Gegenzug holt Taucha einen raus, der von der Ex-Naunhoferin Mady Wurzer verwandelt wurde. Die Abwehrreihen beider Teams zwangen die Angreiferinnen zu überhasteten Abschlüssen. Naunhof konnte kein Kapital aus einem Überzahlspiel schlagen, beim 10:12 aus Gastgebersicht wurden die Seiten gewechselt. Victoria hatte den Rückraum umgestellt, nach Fehlwürfen nutzte Naunhof einen Siebenmeter und nach Ballgewinn gelang der 12:12-Ausgleich. Aber mit einem Heber gingen die Gäste erneut in Führung (35.). Nach genauem Anspiel von Franziska Tag zu Kreisspielerin Natalie Kruck gelang der Gleichstand (13:13). Danach ging es bis zum 16:16 im Gleichschritt weiter. Ein rüdes Foul an Nancy Franke, die allein durch war und von hinten am Hals umgerissen wurde, bestraften die Schiris nur mit einer Zwei-Minuten-Strafe. Das Spiel wogt weiter hin und her, in dieser Phase hielt Stephanie Ehrenberg ihr Team mit zwei Glanzparaden im Spiel. Taucha erhöhte dennoch auf 18:17 (50.). Katrin Schneider glich von Rechtsaußen wieder aus, im Gegenzug traf Marie Walther zum 19:18 für die TSG, beim 21:19 war noch lange nichts entschieden, weil Taucha wieder ausglich 21:21. Ehrenberg parierte wieder großartig, Naunhofs Rückraum markierte das 22:21 (59.), als die BSC-Hüterin erneut hielt, waren nur noch 20 Sekunden zu spielen, die Naunhof überstand.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann, Josephine Lipfert, Maria Gebauer, Kristin Schneider (3), Franziska Tag (1), Katrin Schneider (2), Luisa Weihmann (3), Natalie Kruck (1), Nancy Franke (5),Anne Feige (7/1), Marlies Porath.
Siebenmeter: Naunhof 2/1, Taucha 5/5
Zeitstrafen: Naunhof 1, Taucha 5.

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Spielbericht vom 10.12.2011

BSC-Damen bezwingen Chemie Zwickau mit 30:25
BSC VICTORIA Naunhof - BSC Chemie Zwickau 30:25 (15:13)
Naunhof (sbf). Der Sichtkontakt zu den Nichtabstiegsplätzen war nach neun Spielen kaum noch da. Doch der 27:22-Auswärtssieg in der Vorwoche bei Rotation Weißenborn sorgte dafür, dass mehr Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Der letzte Platz der Sachsenligatabelle konnte aber noch nicht verlassen werden. Das gelang den Handballdamen des BSC Victoria Naunhof am elften Spieltag. Mit dem 30:25-Heimsieg gegen den BSV Chemie Zwickau wurde das Punktekonto auf vier aufgestockt. "Das Spiel gegen den Tabellenneunten Chemie können wir gewinnen", schworen sich Naunhofs Damen ein. Denn mit sechs Pluspunkten aus zehn Spielen hatten die Trabant-Städterinnen auch noch keine Bäume im laufenden Spieljahr herausgerissen. Und auch bei ihnen war eine deutliche Verunsicherung zu Spielbeginn nicht zu übersehen. Zum Glück für Naunhof vergaben sie zwei Siebenmeter. Da es nicht ganz fehlerfrei beidseitig weiterging, beide Teams noch brauchten, ihre Nervosität abzulegen, ging es im Gleichschritt weiter. Nach 20 gespielten Minuten leuchtete der 7:7-Zwischenstand auf der Anzeigetafel der Parthelandhalle für alle gut sichtbar auf. Aber stellenweise waren auch schon sehenswerte Aktionen bis dahin zu sehen. Vor allem Naunhofs Hüterin hatte größeren Anteil daran, dass in der 22. Minute ihr Team in Unterzahl mit 8:7 in Führung ging und sich bis zur Pause auf 15:13 absetzen konnte. Seitens der Naunhofer Trainer wurde gefordert: "Passt auf, damit das, was ihr in viel Kleinarbeit aufgebaut habt, nicht gleich wieder nach Wiederanpfiff eingerissen wird." Und Naunhofs Spielerinnen passten auf. Nicht wie schon mehrfach geschehen, mit einer Schlafeinlage, sondern hellwach wurden die zweiten 30 Minuten angegangen. Mit Erfolg, wie sich zeigte. Denn nach 35 Minuten war ein Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen – 21:16. Keine zwei Minuten später hatte Naunhofs Hüterin wieder zwei Siebenmeter abgewehrt. Und ein in doppelter Naunhofer Unterzahl heraus gespielter Treffer zum 22:17 ließ den Abstand nicht geringer werden. Nach 50 gespielten Minuten führte der BSC Victoria 25:20. Doch im Handball ist so ein Vorsprung schnell vergeigt. Als Zwickau plötzlich auf drei Tore ran war, zur Manndeckung überging, flatterten einigen Victoria Damen die Nerven. Aber dennoch konnte letztlich für Entwarnung gesorgt werden, nur noch 50 Sekunden waren zu spielen und Naunhof bekam einen Siebenmeter, den Naunhofs Torhüterin eiskalt zum 29:25 verwandelte. Den Gegenangriff konnten die Zwickauerinnen nicht mehr positiv gestalten und liefen in den abschließenden Naunhofer Konter, der das Ergebnis zum 30:25 krönte.
Fazit: Naunhof hat wieder gewonnen, die Trainingsumstellung fangen langsam an zu greifen. Nach zwei gewonnen Spielen kann wieder an den Klassenerhalt geglaubt werden. Fairerweise muss man sagen, dass Zwickaus Verletztenliste sehr lang ist. Mit anderen Worten, es wäre jetzt falsch in Selbstzufriedenheit zu verfallen. Es ist ein Lichtblick am Firmament zu sehen, der Klassenhalt aber noch lange nicht in Sack und Tüten gepackt. Es gibt im kommenden Jahr viel zu tun.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg (TH, 1 Tor), Heike Pörsch-Ehrenberg, Claudia Lochmann (7), Maria Gebauer, Kristin Schneider, Franziska Tag (1), Katrin Schneider (1), Luisa Weihmann (3), Natalie Kruck (1), Nancy Franke (6), Lisa Knespel, Anne Feige (10/6), Marlies Porath, Josephine Lipfert.
Siebenmeter: Naunhof 7/7, Zwickau 9/4
Zeitstrafen: Naunhof 6, Zwickau 2.

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Spielbericht vom 03.12.2011

Fest zugebundener Knoten platzt
Weißenborn - BSC VICTORIA Naunhof 22:27 (12:14)
Weißenborn (sbf). Der Knoten schien für Naunhofs Handballdamen zu fest zugeschnürt. In bisher neun Sachsenliga-Spielen gelang kein Sieg. Doch beim Tabellenzehnten SV Rotation Weißenborn wurde er gelöst, platzte er. Mit 27:22 gelang Victorias Handballdamen der erste Saisonsieg. Weitere sollen nun noch folgen. Dem Spiel ging am Mittwoch eine ausführliche Mannschaftssitzung mit anschließendem Videostudium voraus. Schon beim Schlachtruf war zu spüren, heute wollen wir den Bock umstoßen. Danach sah es aber anfänglich nicht aus, denn die Gastgeberinnen führten 2:0, dann 3:1. Doch im Gegensatz zu vorangegangenen Saisonbegegnungen wussten die Parthestädterinnen immer wieder auf des Gegners Vorgaben eine Antwort. Nach zehn Minuten führte der Aufsteiger nur noch 5:4, wenig später stand es 5:5. Doch der Überholvorgang dauerte dann doch noch ein Weilchen, da Weißenborns Handballerinnen noch zwei Mal vorlegen konnten. Aber in der 24. Minute war es soweit, übernahmen die Gäste die Führung (11:10). Und im weiteren Verlauf musste nur noch einmal der 12:12-Ausgleich hingenommen werden, mit der Naunhofer 14:12-Führung ging es zum Pausentee. Die BSC-Damen starteten in die zweite Halbzeit so, wie sie die erste beendet hatten. Nach 35. Minute lagen vier Plustore zwischen ihnen und den Gastgeberinnen (16:12). Selbst eine doppelte Unterzahl beim Stand von 17:14 konnte Weißenborn nicht nutzen, blieben zumindest drei Tore Luft, zwischenzeitlich kamen sogar fünf zustande. Vier waren es in der 50. Minute, als es 22:18 fürs Team aus dem Muldental stand. Die Weißenborner Damen versuchten nun mit einer härteren Gangart zu retten, was es noch zu retten gibt. Doch davon ließen sich Naunhofs Damen nicht beeindrucken. Beim 24:21 nach 55 gespielten Minuten war der erste Saisonsieg greifbar nah und stand dann schon frühzeitig fest. Und wie es so ist, wenn alle Fesseln abgelegt sind, dann klappt an so einem Tag alles. Ein Schmankerl folgte auch noch. Sekunden vorm Abpfiff gab es nach einem in dieser Situation völlig übertriebenen – immerhin war das Spiel schon entschieden – Foul noch einen Freiwurf für Naunhof beim Stand von 22:26 aus Sicht der Weißenbornerinnen. Da die offizielle Spielzeit abgelaufen war, wurde der Freiwurf direkt ausgeführt. In diesem Fall von der BSC-Hüterin Stephanie Ehrenberg, der das Kunststück gelang, aus zehn Meter Entfernung von halbrechts links an der Mauer vorbei den Ball zum Endstand von 27:22 im Tor zu versenken.
Fazit: 60 Minuten volle Konzentration ließen die technischen Fehler deutlich weniger werden, 67 Prozent der Würfe landeten im gegnerischen Tor, glänzend aufgelegte Naunhofer Torhüterinnen, eine aggressive Abwehr und erfolgreiche Rückraumschützen überzeugten von der ersten Minute an.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg (TH, 1 Tor, 21 Paraden, 5 Siebenmeter gehalten), Ina Kunstmann (TH, 3 Paraden, 2 Siebenmeter pariert), Josephine Lipfert, Kristin Schneider (2), Franziska Tag (6), Luisa Weihmann (2), Nancy Franke (7), Natalie Kruck (1), Lisa Knespel, Anne Feige (8/2), Marlies Porath.
Siebenmeter: Weißenborn 13/6, Naunhof 3/2
Zeitstrafen: Weißenborn 5, Naunhof 7 und einmal rot (3x2 Minuten).

Spielbericht vom 27.11.2011

Neunte Niederlage im neunten Spiel
HSG Neudorf/Döbeln - BSC VICTORIA Naunhof 23:18 (10:8)
Genau acht Minuten und 14 Sekunden dauerte es, ehe das erste Tor für Naunhof fiel. Wer nun denkt, zu diesem Zeitpunkt führte die HSG Neudorf/Döbeln schon klar, der irrt. Denn dieser Treffer war der 1:1-Ausgleich. Da im weiteren Verlauf die Abwehrreihen ziemlich gut standen, fielen soviel Tore bis zum Pausenpfiff nicht mehr. Überraschenderweise konnte Naunhof zunächst leichte Vorteile verbuchen, die Gastgeberinnen zeigten sich davon beeindruckt und machten viele Fehler. Das frühe Team-Time-out beim Stand von 2:1 (9:51) durch Döbeln konnte da zunächst nicht viel ändern. Naunhof legte vor, und die HSG-Spielerinnen glichen aus (3:3 nach 15 Minuten, 4:4 nach 20). Kurz vor Wechsel führte das Heimteam mit 6:5, beim Pausenpfiff leuchtete ein 10:8 auf der Anzeigetafel. Zwei Tore Unterschied zur Pause sagen noch gar nichts aus. Aber die zweite Halbzeit begann ernüchternd. 13:9 führten die HSG-Damen nach 35 Minuten, dann 15:10 (40.) und 20:11 (45.). Naunhofs Abwehr stand zwar sicher, doch wurden die Angriffe nicht konzentriert ausgespielt und halbherzig abgeschlossen. Erst in der Schlussviertelstunde, davon die halbe Zeit in Unterzahl, meldeten sich Naunhofs Spielerinnen wieder und konnten das Ergebnis zum Endstand von 18:23 aus ihrer Sicht etwas freundlicher gestalten. Fazit aus BSC-Sicht: In Döbeln war mit mehr Konzentration etwas drin, außerdem ist das Rückzugsverhalten immer noch mangelhaft. Sechs Kontertore durch freistehende Döbelnerinnen sind einfach zu viel. Auch wenn der Schiri falsch liegt, erst mit seinem Pfiff ist das Spiel unterbrochen.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg (15 Paraden, davon zwei gehaltene Siebenmeter), Heike Pörsch-Ehrenberg (zwei Siebenmeter gehalten); Claudia Lochmann (2), Josephine Lipfert (1), Nancy Franke (5/2), Franziska Tag (3), Katrin Schneider, Luisa Weihmann, Lisa Knespel (1), Anne Feige (5/2), Marlies Porath (1).
Siebenmeter: Döbeln 7/3, Naunhof 6/1
Zeitstrafen: Döbeln 2, Naunhof 4 und einmal rot (3x2 Minuten).

Spielbericht vom 12.11.2011

Zu große Löcher in der Abwehr
BSC VICTORIA Naunhof – SG Pirna/Heidenau 21:30 (9:18)
Naunhof (mtz). Die Sachsenligapartie BSC Victoria Naunhof gegen die SG Pirna/Heidenau stand an. So sehr sich die Gastgeberinnen auch mühten, nach zwei Mal 30 gespielten Minuten stand ein 30:21-Sieg der Gäste an der Anzeigetafel und wenig später im Spielprotokoll. Das Bittere: Die BSC-Handballdamen sind weiter zählerlos, müssen ihr Vorhaben – endlich den ersten Saisonsieg einzufahren – auf den 27. November – da steht das Auswärtsspiel bei der SG Neudorf/Döbeln an, vertagen. Große Ursachenforschung, warum die Partie verloren ging, musste nicht betrieben werden. Nach einem ausgeglichenen Beginn wurden die Löcher in der Naunhofer Abwehr immer größer. Immer wieder einen Tick zu spät kamen die BSC-Damen an ihre Gegenspielerinnen ran. Das zeigt sich auch in der hohen Zahl der gegeben Siebenmeter und erhaltenen Zeitstrafen gegen Naunhof. Ein loses Mundwerk einiger Victorianerinnen tat das Übrige. Etwas Hoffnung keimte auf nach der 40. Minute, als Naunhof von 12:22 auf 18:24 verkürzen konnte. Doch die Aufholjagd nahm ein Ende, die Gästespielerinnen setzten sich wieder ab, gewannen mit neun Toren Vorsprung. Auf Naunhofer Seite gab es durchaus positive Aspekte. So zum Beispiel fand Anne Feige wieder zu alter Treffsicherheit. Katrin Schneider zog Torkanone Zlata Bradacova (ehemals Neustadt und Oschatz) den Zahn. Ina Kunstmann hielt nach Einwechslung, als Stephanie Ehrenberg eine Zwei-Minuten-Strafe absaß, drei Siebenmeter in Folge und bot eine gute Leistung bis zum Spielende.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (beide im Tor), Claudia Lochmann (4), Maria Gebauer, Josephine Lipfert, Kristin Schneider, Franziska Tag (3), Katrin Schneider (2), Luisa Weihmann (2), Natalie Kruck, Anne Feige (10 /5), Marlies Porath.
Siebenmeter: Naunhof 8/5, Pirna 13/7
Zeitstrafen: Naunhof 7, Pirna 2.

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Spielbericht vom 05.11.2011

BSC-Damen laufen Erfolg weiter hinterher
HC Leipzig III – BSC VICTORIA Naunhof 31:23 (13:12)
Leipzig (sbf). Handballnormalität in der Sachsenliga: Die Damen des BSC Victoria Naunhof kehren mit einer 23:31-Niederlage, erlitten gegen den HC Leipzig III, zurück. Das Naunhofer Team plagen derzeit akute Personalprobleme. Für die fehlende Kreisläuferin Claudia Müller (Schwangerschaft) zog Maria Gebauer das Spielertrikot über. Torhütertrainerin Heike Pörsch-Ehrenberg stand als zweite Torhüterin auf dem Spielerprotokoll, konnte aber die Bank hüten, kam nicht zum Einsatz. Der HCL-Nachwuchs ging mit drei Kontern und einem verwandelten Siebenmeter in den Anfangsminuten schnell mit 4:1 in Führung. Doch Naunhof schien davon unbeeindruckt, fand dann ins Spiel, und eine sichere stehende Abwehr und geduldig ausgespielte Angriffe waren Garant dafür, dass die Gäste von der Parthe auf 4:5 (10. Minute) herankamen. Auf Augenhöhe ging es weiter, die Messestädterinnen legten vor, die BSC-Damen nach und gingen zwischenzeitlich sogar mit 11:10 (25.) in Führung. Durch den Rückstand wachgerüttelt antworten die HCL-Nachwuchstalente mit einer Tempoverschärfung. Doch von großem Erfolg war die nicht – die HCLerinnen zogen zwar noch mal an – doch Naunhof konnte zur Pausensirene mit 12:13 den Anschluss wahren. "Weiter wie bisher spielen, ruhig und konsequent im Angriff agieren, Chancen ausspielen und in der Abwehr den Gegner zu Fehler zwingen, nicht vom Rückstand beeinflussen lassen", lautete die Ansprache von Spielertrainerin Maria Gebauer. Doch die Realität der zweiten Spielhälfte sah dann ganz anders aus. Der HCL III zog auf 16:13 davon – führte wieder einmal mit drei Toren Vorsprung. Vielleicht waren die Naunhofer Spielerinnen schon zu sehr auf den Soundcheck des am Abend in der großen Arenahalle stattfindenden "Rihanna"-Konzerts fixiert, denn von nun an trat das Gegenteil der Pausenansprache ein. Die Angriffe wurden hektisch vorgetragen, die Abwehr agierte inkonsequent und die Naunhoferinnen wurden zu Fehler gezwungen, lagen nach 40 Minute 15:21 hinten. Auch wenn der HCL bis zum Schlusspfiff noch frische Spielerinnen bringen konnte, kämpften die Naunhoferinnen unverdrossen weiter, mussten sich aber am Ende mit 23:31 geschlagen geben und hoffen nun, dass sie im Heimspiel gegen Pirna/Heidenau (12.11.) erste Saisonpunkte einfahren können.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg (TH; 16 Paraden), Heike Pörsch-Ehrenberg (TH), Claudia Lochmann (5/1), Maria Gebauer (6), Kristin Schneider (2), Franziska Tag (3), Katrin Schneider (1), Luisa Weihmann (1), Natalie Kruck, Anne Feige (5).
Siebenmeter: HCL 3/3, Naunhof 3/1
Zeitstrafen: HCL 0, Naunhof 0.

Spielbericht vom 29.10.2011

40 Minuten gut mitgehalten
BSC VICTORIA Naunhof – SV Plauen-Oberlosa 04 19:24 (10:10)
Naunhof (sbf). Die Handballdamen des BSC Victoria Naunhof haben nach sechs Sachsenligaspielen 0:12 Punkte auf dem Konto. Auch das Heimspiel gegen den SV Plauen-Oberlosa ging verloren. Mit 19:24 hielt sich die Niederlage gegen den Tabellendritten in Grenzen und das lässt dann doch für die Zukunft hoffen. Was auf die Gastgeberinnen zukommen würde, konnten diese erahnen. Denn der Aufsteiger aus der Verbandsliga Weststaffel war furios in die Saison gestartet. Das Team hatte bis zum Auftritt in Naunhof im Durchschnitt 29 Treffer pro Begegnung erzielt. Großen Anteil an diesem doch recht respektablen Wert hat Simone Seifert, die bislang zweitbeste Torschützin dieser Liga ist. Dass die Gäste das Zepter erst einmal in die Hand nahmen, verwundert nicht. Dass aber nach dem 4:4-Ausgleich Naunhof sogar die Führung übernahm, zeigt, dass sich das Heimteam einiges vorgenommen hatte. Zudem stand die Deckung gut, agierte aggressiv und das zeigte Wirkung. Im Gegensatz zu sonst, wurden die Angriffe diesmal viel geduldiger vorgetragen. So gelangen Treffer, und man glaubte es kaum, auf der Anzeigetafel stand eine 8:5-Führung für Naunhof. Aber schnell waren die BSC-Damen wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, denn mit vier Toren in Folge eroberten sich die Vogtländerinnen die Führung zurück. Naunhof glich aber zum 10:10-Pausenstand aus. In der Pause machte man sich gegenseitig Mut. Denn viel war bislang vom Gästeteam nicht zu sehen. Fast ausnahmslos über Konter und Siebenmeter war es bis dahin erfolgreich gewesen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte das Heimteam unerschrocken weiter, führte 13:11. Aber Plauen setzte nach und konnte mit 16:14 die Führung an sich reißen. 20 Minuten vor Spielende bedeuten zwei Tore im Handball nichts, aber plötzlich brach das Naunhofer Team auseinander und Plauen enteilte auf 21:16. Die letzten zehn Minuten waren vom verzweifelten Naunhofer Bemühen geprägt, das Spiel nochmals zu drehen, doch Fehlabspiele und Fehlwürfe verhinderten dies. Fazit: In den ersten 40 Minuten hat Naunhof mit einer größtenteils aus A-Jugend Spielerinnen bestehenden Mannschaft durchaus gezeigt, dass man in der Sachsenliga mitspielen kann. Aber es muss auch allen bewusst werden, dass man kämpfen muss! Wenn das Wasser bis zum Hals steht, darf man nicht der Kopf hängen lassen!

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (beide TH), Claudia Lochmann (5/3), Anne Schneider, Kristin Schneider, Franziska Tag (4), Katrin Schneider (1), Luisa Weihmann (3), Natalie Kruck (2), Lisa Knespel, Anne Feige (4/1), Luisa Schulze.
Siebenmeter: Naunhof 6/4, Plauen 7/5
Zeitstrafen: Naunhof 4, Plauen 5.

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Spielbericht vom 15.10.2011

Die Luft wird immer knapper
VfB 1999 Bischofswerda – BSC VICTORIA Naunhof 24:15
Bischofswerda (sbf). Die Handballdamen des VfB 1999 Bischofswerda schickten die des BSC Victoria Naunhof mit einer 15:24-Niederlaga nach Hause. Für die Parthestädterinnen wird es langsam eng, denn nach fünf Saisonspielen liegt das Team aus dem Muldental weiter punktelos auf den letzten Platz der Sachsenliga. Naunhof, stark gehandicapt: Spielmacherin Nancy Franke war krank, Kristin Schneider beruflich verhindert, Kreisläuferin Claudia Müller sieht Mutterfreuden entgegen und fällt für den Rest der Saison aus. Damit fehlen wichtige Köpfe, Verantwortung muss abgegeben werden und die jungen BSC-Spielerinnen müssen diese übernehmen. Erschwerend kam in Bischofswerda hinzu, dass die Trainerin Maria Gebauer und Co-Trainer Mathias Pfütze Lehrgangsverpflichtungen wahrnehmen mussten, so dem Spiel in der Oberlausitz nicht beiwohnen konnten. Das Sagen an diesem Tag hatte Torhütertrainerin Heike Pörsch-Ehrenberg. Bischofswerda ging in Führung, Marlies Porath stellte von der Rechtsaußenposition mit sehenswerten Heber den Ausgleich zum 1:1 her. Nach fünf Minuten führten die Gastgeberinnen erst 2:1. Bis zu 20. Minute zogen die Schiebocker auf 11:6 davon. Die Muldentalerinnen ließen sich aber nicht abschütteln und machten bis zur Halbzeitpause Boden gut, lagen nun nicht mehr mit fünf sondern nur noch drei Toren im Rückstand. Im Handball bedeutet das nicht viel, für Halbzeit zwei war noch alles drin. Im zweiten Abschnitt dominierten zunächst die Abwehrreihen beider Mannschaften, die Fehlerquote bei Abspielen lag hoch. So sehr sich die Naunhoferinnen auch mühten, gelang es nicht, auf Distanz zu bleiben, so ganz allmählich setzten sich die Gastgeberinnen wieder ab, führten nach gespielten 45 Minuten mit sechs Toren Vorsprung. Die Victoria-Damen zeigten aber in den Schlussminuten Moral, legten in der Abwehr noch einen Zahn Aggressivität zu, die nun dem Gastgeber doch zu schaffen machte. Auch wenn das Schiedsrichterpaar das Spiel nicht entschieden hatte, waren die Entscheidungen speziell im Schlussgang doch sehr einseitig. Dies zeigt auch die Anzahl der ausgesprochenen Strafen und verhängten Siebenmetern. Naunhof musste zudem in den letzten zehn Minuten fast nur noch in Unterzahl auskommen und verlor mit 15:24. Fazit: Bischofswerda ist nicht unschlagbar, die jungen BSC-Damen (A-Jugend) spielen sich immer besser ins Team. Die drei Jüngsten machten die meisten Tore, die allerjüngste, Katrin Schneider, holte sich die Naunhofer Torschützenkrone und das Team hielt den Kopf oben.
Gelegenheit den ersten Saisonpunkt oder gar Sieg einzufahren, besteht am Sonnabend, 29. Oktober, Anpfiff 16.30 Uhr, in der Parthelandhalle in Naunhof. Doch Vorsicht: Mit dem SV Plauen-Oberlosa reist eine Mannschaft an, die im oberen Tabellendrittel sich mit 6:4 Punkten festgesetzt hat.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg 18 Paraden, davon einen Siebenmeter gehalten), Ina Kunstmann (zwei Siebenmeter pariert), Claudia Lochmann (2), Josephine Lipfert, Franziska Tag (3), Katrin Schneider (4), Luisa Weihmann, Natalie Kruck (2), Lisa Knespel, Anne Feige (3/1), Marlies Porath (1).
Siebenmeter: Bischofswerda 5/2, Naunhof 2/1
Zeitstrafen: Bischofswerda 0, Naunhof 6.

Spielbericht vom 01.10.2011

Rückstand wächst nicht weiter an
BSC VICTORIA Naunhof – USV TU Dresden 22 : 28 (9:16)
Naunhof (sbf). Mit dem Team TU Dresden reiste der Tabellensechste der Sachsenliga in Naunhof an. So sehr sich die Handballdamen des BSC auch mühten, zum ersten Saisonsieg zu kommen, gelang dies nicht. Mit 22:28 zogen sie in der Parthelandhalle den Kürzeren. Die Gäste gingen 1:0 in Führung, konnten sich aber nicht absetzen. Nach sechs Minuten leuchtete ein 3:3 an der Anzeigetafel auf. Doch dann führte Dresden 6:4. Mehrere Würfe der Gastgeberinnen verfehlten ihr Ziel, die Genauigkeit fehlte, die TU-Torhüterin wurde regelrecht berühmt geschossen. Hinzu kam, dass Naunhofs Rückraumwerferin sich ausgerecht die größten Gästespielerinnen bei ihren Wurfversuchen auswählten. Da einige Würfe geblockt wurden, und die Gäste in Ballbesitz, den sie für Konter nutzten, kamen, geriet die Heimmannschaft immer mehr in Rückstand. Dresden führte 11:4 und eine erneute hohe Niederlage bahnte sich an. Wenn auch der Rückstand nicht verringert werden konnte, blieb er bis zur Pause konstant bei sieben Toren (9:16). Nach Wiederanpfiff legte Dresden auf 17:9 vor und die Partie schien gelaufen. Doch Naunhofs Handballdamen gelang es zunächst den Rückstand gleich zu halten und so Schritt für Schritt nahm er ab. Immerhin: Bis auf 17:20 kam Victoria heran (45.). Auch beim 18:21 aus Naunhofer Sicht war der Kuchen noch nicht vollständig gegessen, zumal die Gäste beim vorgelegten Tempo der Naunhoferinnen plötzlich eine hohe Fehlerquote offenbarten. Aber Naunhofs Aufholjagd nahm ein jähes Ende und sie tappten wieder in die Konterfalle (19:27). Trotzdem, oder gerade deswegen, zeigte Naunhof wieder Entschlossenheit und arbeitete sich als Team wieder zum Endstand von 22:28 heran. Fazit: Wenn es den BSC-Damen gelingt, die Leistung der zweiten Halbzeit über die gesamte Spielzeit abzurufen, naht der Abschied aus dem Tabellenkeller.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (beide TH), Claudia Lochmann (4), Claudia Müller (8/7), Kristin Schneider (2), Franziska Tag (4), Katrin Schneider, Luisa Weihmann, Natalie Kruck, Lisa Knespel, Anne Feige (4), Marlies Porath.
Siebenmeter: Naunhof 9/7, Dresden 9/6
Zeitstrafen: Naunhof 2, Dresden 1.

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Spielbericht vom 25.09.2011

Trotz größer werdenden Rückstandes geben sich BSC-Damen nicht auf
SV Koweg Görlitz - BSC VICTORIA Naunhof (16:11)
Görlitz (sbf). Wenn nach einer 8:36-Heimniederlage – erlitten gegen den SC Markranstädt – die Reise zu Koweg Görlitz geht, sind die Handballdamen des BSC Victoria Naunhof nicht zu beneiden. Denn bei realistischer Einschätzung der Lage, konnte die Zielstellung nicht Wiedergutmachung in Form eines Sieges heißen, vielmehr ging es darum sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, was mit 24:38 nicht hundertprozentig gelang. Festzustellen gilt aber, dass sich die Handballdamen von der Parthe in diesem Sachsenligaspiel zu keiner Zeit aufgaben, sie immer bemüht waren, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Görlitz macht kein Geheimnis daraus, mindestens Saisonplatz vier erreichen zu wollen. In absehbarer Zukunft ist sogar der Aufstieg in die MHV-Oberliga geplant. So wundert es auch nicht, dass mit Marzena Kot, (60-fache polnische Nationalspielerin – 2005 bis 08, 1. Bundesliga Frankfurter HC) – aufläuft. Görlitz ging 4:1 in Führung (5. Minute). Doch die junge Naunhofer Truppe (50 Prozent eigentlich A-Jugend) lässt sich nicht nennenswert abschütteln 7:3 (10.), 9:6 (15.), 11:7 (20.), Halbzeitstand 16:11. Den Start der zweiten Halbzeit verschlief Naunhof aber total und musste mehrere Kontertore einstecken (21:11, 35.). Doch die BSC-Truppe zerbrach nicht – präsentierte das "Wir-Gefühl". Es gelangen den BSC-Nachwuchsspielerinnen sehenswerte Anspiele und Naunhof gab sich nicht auf (24:14, 40.). Aber in BSC-Unterzahl erhöhten sie Gastgeberinnen auf 32:18 (52.). Der 14-Tore-Rückstand konnte in den letzten Spielminuten zum Endstand von 38:24 gehalten werden. Fazit: Gegen eine Marzena Kot (11 Tore) war noch kein Kraut gewachsen, aber des BSC-Team behielt klaren Kopf.
Nächstes Spiel (1.10., 16.30 Uhr) in der Parthelandhalle: Naunhof gegen USV TU Dresden.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (TH), Josephine Lipfert, Claudia Müller (6/4), Kristin Schneider (4/1), Franziska Tag (3), Katrin Schneider (1), Luisa Weihmann, Natalie Kruck (2), Anne Feige (8).
Siebenmeter: Görlitz 6/5, Naunhof 9/5
Zeitstrafen: Görlitz 4, Naunhof 7 (einmal Rot nach der 3. Zeitstrafe).

Spielbericht vom 17.09.2011

Kommentarlos...
BSC VICTORIA Naunhof - Makranstädt 8:36 (4:19)
Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (beide TH), Claudia Lochmann (2), Claudia Müller (1), Anne Schneider (1), Katrin Schneider, Franziska Tag (1), Luisa Weihmann, Natalie Kruck (1), Anne Feige (2), Marlies Porath .

Spielbericht vom 10.09.2011

Victoria zieht klar den Kürzeren
TSG 1861 Taucha - BSC VICTORIA Naunhof 28:20 (13:10)
Taucha (sbf). Wer ist die stärkste Handballmannschaft an der Parthe? Diese Frage wurde am Sonnabend beantwortet. Es sind die Damen der SG Taucha. Sie gewannen 28:20 (13:10) gegen den BSC Victoria Naunhof, der mit einer Auswärtsniederlage in die Sachsenligasaison 2011/12 startete. Lange hielten sich die Handballerinnen beider Vereine nicht bei der Vorrede auf. Die per Siebenmeter erzielte 1:0-Führung der Sportstädterinnen münzten die Rand-Leipzigerinnen binnen weniger Sekunden in eine eigene 2:1-Führung um. Am Ein-Tore-Vorsprung änderte sich nichts (5:4, 10.). Doch es folgte eine Schwächephase der Gäste, die SG-Spielerinnen fanden Lücken in der BSC-Abwehr und hatten Naunhofs Angreiferinnen gut im Griff. Die Folge: Taucha führte nach 20 Minuten mit 10:5. Höchste Alarmstufe etwas zu tun. Naunhof forderte eine Auszeit in der den BSC-Spielerinnen erläutert wurde, was verbessert werden muss. Taucha baute zwar den Vorsprung auf sechs Tore aus (12:6, 25.). War es das? Auf keinen Fall, plötzlich schwächelten die Gastgeberinnen, zur Pause stand es nur noch 13:10 für sie. Nach Wiederanpfiff gelang der 12:14-Anschluss. Doch ausgerechnet in dieser Phase gab es zwei Zeitstrafen gegen BSC-Spielerinnen. Dabei mussten 90 Sekunden in doppelter Unterzahl gespielt werden. Bei zwei Gegentreffern und einem eigenen Tor – inzwischen stand es 16:13 – war noch lange nichts verloren. Denn in der 41. Minute führte die SG nur noch mit einem Treffer Vorsprung. Aber in dieser Spielentscheidenden Phase gingen die Tauchaerinnen mit dem Druck besser um. Sie ließen sich nicht von ihrem Weg abbringen und bauten den Vorsprung immer weiter aus. Der Wille der Naunhoferinnen, zu retten, was da noch zu retten war, reichte allein nicht, da Übereifer zu unnötigen Ballverlusten führte und so Treffer der SG-Handballerinnen begünstigte. Die sich nun in einen Spielrausch steigernden Gastgeberinnen gewann so noch klar mit 28:20. Dieses Ergebnis täuscht dann doch ein wenig über den wahren Spielverlauf hinweg. Der SC Markranstädt startete mit einem 22:18-Sieg über die HSG Neudorf/Döbeln in die neue Saison. Es versteht sich von selbst, dass die Rand-Leipzigerinnen am Sonnabend, 17. September, Anpfiff 16.30 Uhr, in der Parthelandhalle Naunhof, ihre weiße Weste behalten wollen.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann (Torhüterinnen), Josephine Lipfert, Claudia Müller, Anne Schneider, Kristin Schneider (2/1), Katrin Schneider, Franziska Tag (1), Luisa Weihmann (4), Nancy Franke (7/1), Natalie Kruck (1), Anne Feige (5/3), Marlies Porath.
Siebenmeter: Taucha 5/4; Naunhof 8/5
Zeitstrafen: Taucha 5, Naunhof 4.

Spielbericht vom 03.09.2011 - MOLTEN Pokal

Generalprobe misslungen
BSC VICTORIA Naunhof – Chemie Zwickau 20:26 (7:9)
Naunhof (sbf). Mit dem Thema Molten-Pokal 2011/12 brauchen sich die Handballdamen des BSC Victoria Naunhof nicht mehr beschäftigen. In ihrem ersten Pokalauftritt kam das Aus, weil Chemie Zwickau 26 Mal in der Parthelandhalle netzte, das Gastgeberteam nur 20 Treffer zustande brachte. An sich wird das aus Naunhofer Sicht nicht weiter tragisch gesehen, weil in der dritten Runde die höherklassigen Gegner aus der Mitteldeutschen (4.) Liga und der 3. Liga zur Runde stoßen und man sich dabei ohnehin keine Chance ausrechnete, andererseits wurmt es natürlich schon, zu Hause gegen einen gleichklassigen Gegner auszuscheiden. Einmal, und damit zum letzten Mal, führte das Team von der Parthe in der 7. Spielminute, als das 1:0 vorgelegt wurde. Dann gingen die Gäste in Führung, zwei Mal gelang den Victoria-Spielerinnen der Ausgleich. Sowohl beim 4:4 und dann wenig später beim 7:7 bestand die Chance erneut in Front zu ziehen. Doch daraus wurde nichts, weil zu überhastet der Abschluss folgte. Zwickau legte erneut vor und beim Stand von 7:9 aus BSC-Sicht wurden die Seiten gewechselt. Noch war nichts verloren, doch das änderte sich schnell, weil die Chemikerinnen besser in den zweiten Abschnitt starteten. Zunächst lagen sie 11:7, dann 14:8 vorn. Im Bemühen, zu retten, was zu retten ist, nahm der Rückstand zu. Zwei Mal lag Naunhof mit acht Treffern im Minus (13:21, 15:23). Und am verdienten Weiterkommen der Trabant-Städterinnen gab es da schon lange keinen Zweifel mehr. Dies nutzte der Zwickauer Coach in der 55. Minute zu einer Auszeit und schwor seine Truppe noch mal ein: " Konter nur wenn erfolgversprechend, in der Abwehr keine halsbrecherischen Aktionen!". Dies schienen die Zwickauerinnen doch etwas missverstanden zu haben, denn plötzlich handelten sich drei Spielerinnen innerhalb einer Minute eine Auszeit ein. Naunhof konnte jetzt etwas verkürzen, doch kassierte man unverständlicherweise bei dreifacher Überzahl durch eine freistehende Spielerin noch einen Gegentreffer.

Für den BSC Victoria Naunhof spielten:
Stephanie Ehrenberg, Ina Kunstmann, Nancy Franke (7 Tore/davon 1 Siebenmeter), Anne Feige (6), Kristin Schneider (1), Josephine Lipfert, Luisa Weihmann (2), Natalie Kruck, Katrin Schneider, Claudia Lochmann (4), Anne Schneider.
Siebenmeter: Naunhof 4/1, Zwickau 7/7.
Zeitstrafen: Naunhof 3, Zwickau 7 und eine Disqualifikation.