1. DAMEN (27.02.2010)

Ende gut, alles gut
Handball-Oberliga Damen: BSC Victoria Naunhof ­ - BSV Sachsen Zwickau II 25:23 (14:10)
Naunhof (sbf). Mit einem Blitzstart gelang es den Handballdamen des BSC Victoria Naunhof binnen zwölf Minuten mit 8:1 in Führung zu gehen. Dass es im Oberligaheimspiel gegen den BSV Sachsen Zwickau II noch einmal eng wurde, sie letztlich nur knapp mit 25:23 die Nase vorn hatten, konnten sie nicht verhindern. Letztlich spielte das eine untergeordnete Rolle, denn auch für eine enge Kiste gibt es zwei Punkte. "Ende gut, alles gut³, meinte nach dem Spiel Vereinschef Jörg-Dietmar Funke. "Es hätte ein so ruhiger Sonnabendnachmittag werden können³, fügte er an, ergänzte, "zumindest den klaren Vorsprung hätten wir verteidigen müssen, eigentlich bestand sogar die Chance den auszubauen.³ Doch als es 8:1 stand, bekam Maria Ludwig eine Zwei-Minuten-Strafe, wo ein Tor eingebüßt wurde und als es einige Minuten später umgekehrt war, nutzte Naunhof die numerische Überzahl nicht um davonzuziehen. Mit fünf Toren Vorsprung war der Vorsprung aber dennoch komfortabel. Doch heimlich still und leise schlichen sich die Gästespielerinnen heran, verkürzten weiter, die Remane-Schützlinge führten plötzlich nur noch 11:8. Da waren 20 Minuten gespielt und als Luise Ganske den Weg auf die Strafbank antrat, hatten die Gäste die Chance, sich weiter heranzupirschen. Doch denen gelang kein Treffer ­ im Gegenteil ­ fünf Victoria-Spielerinnen fanden die Lücke im Sechser-Abwehr-Verbund der Gäste. Und als Stephanie Ehrenberg mit der Zehenspitze den Ball noch um den Pfosten lenkte, den Angriff zum 13:8 (Maria Ludwig) so einleiten konnte, war die Handballwelt in Naunhof wieder in Ordnung. Die Chance in 60 Sekunden gegen nur vier Gästespielerinnen einen Treffer zu markieren, wurde nicht genutzt. Mit dem 14:10 im Rücken warnte Trainer Stefan Remane seine Damen in der Pausenpredigt. Doch irgendwie waren einige nicht bei der Sache, als der Pfiff zur zweiten Halbzeit ertönte. Maria Ludwig musste für weitere zwei Minuten zuschauen, Zwickau war wieder auf zwei Tore ran (15:13-Führung für Naunhof). Remane nannte am Ende die große Anzahl von Fehlern, die zustande kamen, ohne vom Gegner provoziert, als Hauptursache, dass die Fronten nicht vorzeitig geklärt wurden. Im Fachjargon werden sie Anfängerfehler (ungenaue Zuspiele, Fangfehler, überhastete Würfe, besser postierte Mitspielerin übersehen und so weiter) genannt. Doch als Patricia Ritter auf 19:13 erhöht hatte, schienen die Tücher trocken abgepackt, beim 22:16 deutete reineweg noch nichts auf einen engen Ausgang hin. Doch der 23. Naunhofer Treffer ließ sehr lange auf sich warten, fiel erst, als die Gäste beim 20:22 zum Überholen ansetzen wollten, aber zum richtigen Zeitpunkt. In der nun immer hektisch werdenden Schlussphase setzten Zwickaus Damen, bei denen beide Außenangreiferinnen immer wieder Lücken fanden, alles auf eine Karte und ließen weder beim 23:20 noch 24:21 abreißen, beim 24:23 (45 Sekunden vorm Abpfiff) aus Sicht der Victoria-Damen war der Ausgleich greifbar nah, zumal Luise Ganske auf der Strafbank saß. Als die Schiedsrichter Zeitspiel signalisierten, übernahm Mady Wurzer Verantwortung, mit dem spielentscheidenden 25:23 wurde ihr Risiko belohnt. Eine unfreiwillige "Modenschau³ gab es in der Halbzeitpause. Da die Spielerinnen beider Mannschaften nur schwer zu unterscheiden waren, wechselte Gastgeber Naunhof die Spielgarnitur.

Naunhof: Stephanie Ehrenberg, Patricia Ritter (1), Caroline Zoch, Mandy Richter (1), Carolin Konrad (1), Mady Wurzer (4/1), Nicole Hanisch (3), Katharina von Bünau (3), Luise Ganske (6/3), Maria Ludwig (6).
Siebenmeter: Naunhof 4/4, Zwickau 5/4.
Zeitstrafen: Naunhof 8, Zwickau 4.

1. DAMEN (30.01.2010)

SC Markranstädt dreht Spieß im Rückspiel gegen Victoria Naunhof um
Handball-Oberliga, Damen:
Markranstädt - Naunhof 27:26 (15:15)
Markranstädt (sbf). Naunhofs Oberliga-Handballdamen verloren ein Spiel, das sie auch gut und gerne hätten gewinnen können. Doch sie siegten nicht, weil der SC Markranstädt in eigener Halle letztlich beim 27:26 ein Tor mehr geworfen hatte, als die Remane-Schützlinge aus dem Muldental. Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen von Beginn an ein munteres Spielchen, wo sich die Gäste von der Parthe ganz allmählich auf 8:5 davongeschlichen hatten. Diese Phase des Spiels ("wir hätten daraus mehr machen müssen"), gefiel Naunhofs Trainer Stefan Remane nicht. "Wenn es uns hier gelungen wäre, noch ein zwei Tore mehr dazwischenzulegen, bin ich mir sicher, hätten wir gewonnen", mutmaßte er. Auch als sein Team 9:7 Mitte der ersten Hälfte noch vorn lag, konnte daraus kein Kapital geschlagen werden. Irgendwie arbeiteten sich die Rand-Leipzigerinnen heran und mit ständigem Führungswechsel ging es im Gleichschritt bis zum 15:15 gleichzeitig Halbzeitstand. Im ersten Abschnitt wuchs Nicole Hanisch (vier Tore) in ihrer alten Umgebung regelrecht über sich hinaus. "Leider konnte sie diese Leistung im zweiten Abschnitt nicht mehr abrufen", lobte Remane mehr als er kritisierte. Dass es nicht mehr so gut klappte, lag auch am geänderten Deckungsverhalten. Die Piranhas gingen wesentlich offensiver zu Werke. Dennoch gelang es Naunhof 19:18 in Führung zu gehen. Doch eine Schwächephase der Victoria-Damen führte dazu, dass die Markranstädterinnen sich mit 22:19 in Vorhand spielen konnten. Das war der Knackpunkt im Spiel. Mit einer Auszeit gelang es Remane zumindest wieder für geordnete Verhältnisse auf dem Parkett zu sorgen und seine Schützlinge hatten großen Anteil daran, dass die Partie bis zum Abpfiff spannend blieb. Denn sie arbeiteten sich wieder ran, der 26:27-Anschlusstreffer fiel aber dann doch zu spät, denn da waren nur noch wenige Sekunden zu spielen und die überstanden die im Ballbesitz spielenden Gastgeberinnen locker. Mit Franziska Kaltenbach und Janet Schuster (beide sehen Mutterfreuden entgegen), sowie Susanne Haucke fehlten bei Naunhof gleich drei Stammkräfte, die für Tore aus dem Rückraum sorgen können. In Naunhof hat dieses Spiel keiner auf die leichte Schulter genommen. Remane warnte im Vorfeld immer wieder. "Mit der Mannschaft gegen die wir 31:19 gewonnen haben, ist die, gegen die wir diesmal spielen, nicht mehr vergleichbar." Thomas Gebauer, Naunhofs Mannschaftsleiter zeigte sich als Sportsmann. "Hut ab vor Kerstin Mühlner, die mit ihren 45 Jahren drei Treffer erzielte und ihre Mitspielerinnen immer wieder geschickt in Szene setzte." "Natürlich wollten wir uns hier besser verkaufen", gab Remane zu. Er unterließ es die Schuld beim Schiedsrichtergespann, dass beidseitig nicht immer richtig lag, zu suchen. Einen winzigen, glitzekleinen Vorteil hatte das Gastgeberteam dennoch. Aufgrund der Winterferien in den Schulen steht eine längere Spielpause an. Erst in vier Wochen geht es mit dem Heimspiel gegen Zwickau II (Hinspiel hatte Naunhof 25:24 gewonnen) weiter. Naunhofs Damen werden in der längeren Spielpause fleißig trainieren, um in den noch acht anstehenden Saisonpartien eine optimale Punktausbeute zu scheffeln.

Naunhof: Ehrenberg, Eichhorn; Ritter 1, Zoch 2, Richter, Konrad 2, Hanisch 5, von Bünau 4, Ganske 10/4, Ludwig 1.
Siebenmeter: Naunhof 6/4, SCM 6/6.
Zeitstrafen: Naunhof 6, SCM 4.